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>>  WALATA-PROJEKT 
© Alfons Rodríguez  

Frauen im kunsthandwerk
  Die Bewohner von Walata bieten uns ein Probe ihrer handwerklichen Geschicklichkeit praktisch an jeder Strassenecke. Die erstaunlichen Dekorationen ihrer Häuser und die traditionellen Lehmfiguren, die die Frauen verkaufen, sind das beste Beispiel für die Reichhaltigkeit der Kunst, die sie erschaffen können.

Wir entdecken die ornamentale Begabung der Walatis auf den Fassaden ihrer Häuser, voll von Motiven, aus denen die Farbe Weiss heraussticht und die sehr suggestiv auf das Auge des Betrachters wirken. Es sind die Frauen, die die Aufgabe übernehmen sie anzufertigen, mit viel Geduld und mit Hilfe einer graphischen Technik. Gewöhnlich sind es abstrakte Filigranarbeiten, die verschiedene weibliche Aspekte symbolisieren: den weiblichen Leib, Brüste... Auch wenn verschiedene Theorien über deren Deutung bestehen, scheint diese doch am wahrscheinlichsten zu sein.


Die Zeichnung auf die wir am häufigsten stossen ist, ohne Zweifel, die Tarha, eine grosse Rosette, die aus konzentrischen Medaillons zusammengesetzt ist, in welchen ebenfalls vier lotusgleiche Blumen abgebildet sind. Die Tarha und andere Motive, die immer in Verbindung stehen mit Pforten und Fassaden, befinden sich im Aussenbereich, während in den Innenräumen eine unterschiedliche Dekoration zu finden ist: eine breite Randverzierung im unteren Bereich (rote Farbe auf weisser Wand).

Das Kunsthandwerk von Walata umfasst nicht nur die Dekoration seiner roten Fassaden. Seit Jahrhunderten besteht in Walata die Tradition der Goldschmiede und seit langer Zeit war Mauretanien dafür bekannt. Aber die aktuelle Stituation in Walata hat diese Tradition verändert und heutzutage spielt die Töpferei die Hauptrolle in der walatischen Handwerkskunst.

Genauso wie bei der Ornamentik, sind es ebenfalls die Frauen, die die Töpferkunst in Walata übernehmen. Bei einem Stadtbesuch können wir handgemachte zierliche Puppen kaufen, Tierfiguren aus Lehm oder Miniaturnachbildungen der walatischen Häuser und Werkzeuge. Sie werden ohne Töpferscheibe hergestellt und bei niedrigen Temperaturen gebrannt, was sie zu extrem schönen aber gleichzeitig äusserst zerbrechlichen Stücken macht.


Wir sollten aber auch nicht die hübschen Perlen von Walata ausser Acht lassen. Sie werden aus einer sehr bunten Glaspaste hergestellt, und heute findet sich nur eine einzige Werkstatt in der Stadt, die dieses Handwerk ausführt.

   

 

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