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>>  WALATA-PROJEKT 

Ein reiches kulturelles erbe
  Die Gastronomie, die Musik, die Literatur, die Kunst... Walata zu besuchen
ist nicht nur ein Erlebnis auf Grund der Freundlichkeit seiner Menschen
oder wegen der Schönheit seiner Landschaften. Wir treffen auf eine Stadt
von grossem kulturellen Reichtum. Die archäologischen Überreste der Gegend
und ihr architektonisches, orales, literarisches und auch gastronomisches Erbe
waren verantwortlich dafür, dass Walata im Jahre 1996 von der UNESCO zum
Weltkulturerbe erklärt wurde.

Die Bibliothek von Walata ist einer von den Orten, den wir auf gar keinen Fall übergehen dürfen, wenn wir die mitreissende Geschichte dieser Stadt kennenlernen wollen. Sie verfügt über einen bedeutenden Bestand von handschriftlichen Dokumenten, die lückenlos Auskunft geben können bezüglich der saharanischen Gesellschaft. Dieser einzigartige und unverwechselbare Ort wurde benannt nach Talib Bu Bakar, einem Gelehrten aus dem Stamme der Al-Amhayib. Dank der peinlich genauen Arbeit dieses Intellektuellen, der im Jahre 1917 verstarb, konnten die geschriebenen Traditionen von Walata bewahrt werden.

Ein anderer unerlässlicher Besuch gilt dem Völkerkundemuseum von Walata, dessen interessante und aussergewöhnliche Kollektion uns durch verschiedene Bereiche des walatischen Lebens und seiner Kultur führt. In seinen Ausstellungsräumen dringen wir in Aspekte des täglichen Lebens ein, und wir können Gegenstände von besonderer Schönheit und Einzigartigkeit bewundern. Es gibt auch einen Saal, der ausschliesslich dem Leben und der Kultur der Nomaden gewidmet ist, da diese eine der bedeutensten Kulturen von Mauretanien darstellt. Auch wenn der prozentuelle Anteil der Nomadenbevölkerung im Laufe der letzten Dekaden rückläufig ist, können wir nicht umhin, uns für diese Gesellschaft zu interessieren, deren kultureller Reichtum weiterhin im heutigen Mauretanien präsent ist.

Bei einem Spaziergang durch die Strassen von Walata können wir sowohl ihre Architektur aus roten Lehmziegeln bewundern als auch ihre aussergewöhnliche städtische Struktur. Die Strassen sind eng und ein wenig labyrinthisch und ab und zu überraschen uns überdachte Passagen, die eine Erholungspause im Schatten ermöglichen. Wir treffen auch auf weite Plätze wie den charismatischen Gdnou Platz, wo sich die Koranschule "Madraza" befindet. In der Glanzperiode von Walata genoss diese Schule ein grosses Ansehen und wurde von Schülern besucht, die aus anderen Regionen des Landes und auch aus dem Ausland hierher kamen. Uns erstaunen ebenfalls die traditionellen Häuser die wir uns ansehen, wobei wir eine Einladung der Bewohner auf ein Glas Tee nicht ablehnen.

In der Umgebung der Ortschaft finden sich auch verschiedene archäologische Überreste, die ein hervorragendes Beispiel bieten für das Leben in der Region von Walata im Wandel der Zeiten. Im Dhar, einige Kilometer östlich der Stadt, können wir die Spuren eines neolithischen Dorfes besichtigen, das unter dem Namen "Dhar Tichitt-Walata Kultur" bekannt ist. Diese Kultur, die den Dhar zwischen dem IV. und I. Jahrtausend v. Chr. einnahm, hinterliess uns mehr als 400 aus Stein konstruierte Dörfer, die von einer Epoche Zeugniss geben, in welcher die klimatischen Bedingungen günstiger waren als die heutigen, und so der Bevölkerung dieser Region erlaubten, sich hauptsächlich vom Fischfang zu ernähren. Schon auf der Zufahrtspiste zur Stadt, in nur drei Kilometer Entfernung, stossen wir auf die von Sand überdeckten historischen Ruinen von Tizeght mit seinem ausgedehnten Friedhof, wo sich heidnische und muslemische Grabstätten mischen. Unsere kulturelle Route endet im

 

   

 

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  FNSAV Fundació Solidaritat UB              
Mit der Unterstützung von:
Agencia Española de Cooperación Internacional
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