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>>  WALATA-PROJEKT 
© Alfons Rodríguez  
 
Die geschichte der muslemischen weisheit
 
  Mauretanien ist eines der am wenigsten bekannten Länder Nordafrikas. Aber die Geschichte von Mauretanien, und die von Walata im Besonderen, überrascht auf Grund ihrer Vielschichtigkeit und ihrer reichhaltigen Kultur, eine direkte Auswirkung der ständig wechselnden Anwesenheit von verschiedenen Zivilisationen, alle mit nomadischer Traditionen und Geisteshaltung.

Wir besuchen die mauretanische Region von Hawd und stossen dort auf bedeutende prähistorische Reste, die noch aus der Zeit vor der Herrschaft der Soninké über diese Region stammen. Es ist die sogenannte Dhar Tichit-Walata Kultur, eine einzigartige neolithische Kulturperiode, die auf die Zeit zwischen 2000 v.Chr und dem 3. Jh. v.Chr. datiert wird. Nicht weniger als vierhundert Ansiedlungen - einige davon authentische Städte - gehörten zu diesem Verbund von Ortschaften.

Höchstwahrscheinlich ist das legendäre Königreich von Ghana, das mehr als fünf Jahrhunderte lang den Goldtransport durch die Wüste zwischen dem westlichen Sudan und den metiterranen Märkten kontrollierte, Frucht dieser Zivilisation, deren Dekadenz einerseits durch eine Verschlechterung der klimatischen Bedingungen eingeleitet wurde und anderseits durch die Ankunft der Berber in der Region. Genau in diesen Kontext stellen die Historiker die ersten Hinweise auf Birú, eine Ansiedlung mit Ursprung Soninké, die Jahrhunderte später zu Walata wird.

Dank seiner aussergewöhnlichen geografischen Lage entwickelte sich Walata zu einem Kreuzweg der Zivilisationen innerhalb von Mauretanien, dem Land der Nomaden. Historisch gesehen bildete es einen Teil der Handelsroute, die die Sahara mit Richtung auf Magreb durchquerte, und Araber sowie Berber und Angehörige der schwarzen Kulturen verkehrten hier und hinterliessen ihre kulturellen Spuren. So entwickelte es sich während des XVII. und XVIII. Jh. zum geistigen Mittelpunkt des Islam und diente sogar als Versteck für muslemische Gelehrte. Aus diesem Grund zählte Walata sechs Koranschulen und die wichtigsten Gelehrten des islamischen Rechtes unterrichteten hier. Jedes dieser Gässchen und Gebäude, auf die wir bei unserem Besuch von Walata stossen, ist auch heute noch ein lebendiges Zeugniss des kulturellen Erbes der vergangenen Jahrhunderte.


 

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